Blick vom Kleinen Rummelsberg nach Brodowin

Ich hatte es schon erwähnt, ich bin Wolkensüchtig! 😀 Wetterlagen mit fahrenden Wolkenschiffen, im ständigen Dauerlauf am Himmel, sind für mich die schönsten und wirklich spannendsten Erlebnisse in der märkischen Landschaft. Durch sie ist der Name „Märkisches Licht“ entstanden. Eine Idee beim in Gedanken versunkenen Schauen ins schöne Land.
Als wir im Kloster Chorin waren, war es bis nach Brodowin nur noch ein Sprung. Und den ausgiebigen Rundblick vom Kleinen Rummelsberg wollte ich Lucy mal zeigen. Die kurze Fahrt durch das hübsche Dorf war schon eine Verheißung auf alles was noch kommen sollte. Nun ist ja der Berg hier im Brandenburgischen doch eher ein Hügel. Trotzdem musste ich beim Aufstieg ein paar Mal pausieren. Die vor zwei Jahren ausgestandene schwere Krankheit fordert ihren Tribut. Aber uns hetzte ja nichts und aus der Ruhe wächst Kraft. Oben angekommen wurden wir mit märchenhaft schönen Ausblicken belohnt. Ja, auch hier gibt es Elfen und Kobolde. Sie waren uns gut gesonnen, anders kann ich den Glücksumstand kaum erklären. Die Wolken waren heftig unterwegs und spielten mit der Sonne „Kuck mal durch!“. Die Wolkenlöcher, die immer mal für Sekunden offen waren, ließen wie Spots wanderndes Licht über das Land ziehen. Besser als in jedem Theater. Ich bekam ständig neue Bilder präsentiert, in so schneller Abwechslung, dass ich mit dem viereckig schauen und Bilder sammeln kaum hinterher kam. Schnell musste ich sein, denn kaum gesehen, war das Licht schon wieder auf einer anderen Stelle. Es war einfach herrlich, das Leben ist herrlich. Und ich danke für jeden Tag, den ich davon erleben darf. Vor allem in Begleitung der lieben Lucy. Wir verstehen uns ohne viele Worte, nehmen all die Eindrücke mit denselben Gefühlen war. Und vielleicht entstehen dabei schon wieder neue Ideen für die Romane, die wir so lieben. Dann ruhten wir uns ein wenig auf einer der robusten Holzbänke aus, bei einer heißen Tasse Tee und leckerem Gebäck. Denn der Wind war heftig und für diese Jahreszeit recht kühl. Auch einen kleinen Regenschauer bekamen wir mit, doch unsere Kleidung war schützend und wir konnten auch diesen in aller Frische genießen. Der Geruch von sauberen Regenwasser auf ursprüngliche Natur ist unvergleichlich belebend für Geist und Seele. Und wieder ging der Tanz des Lichtes durch die Wolkenlücken los, und ich ließ meine Kameras klicken. Ich denke, auch Theodor Fontane und Caspar David Friedrich wären hier mit guten Inspirationen wieder nach Hause gekommen.
Nun genug geredet, ich lasse nur noch die Bilder sprechen. Viel Spaß beim Schauen ins Märkische Land mit dem Märkischen Licht. 😀

Blick über den Parsteiner See in den Vorläufer der Uckermark
Die hübsche Kirche von Brodowin lugt mit ihrem Kirchturm keck über das Frühlingsgrün der Bäume 😉
Blick zum Parsteiner See
Lucy ist ganz hingerissen von der Schönheit der Natur

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