Im Grumsin

Im ersten Teil unserer Wanderung zum Weltnaturerbe Grumsin (klick)hatte ich ja schon geschrieben, wie gespannt wir auf den großen Buchenwald waren. Ein Naturschutzgebiet mit einer Kernzone, wo Wald wieder wie zu Urzeiten sich selbst überlassen ist.

Die Hinweisschilder sagten uns eindeutig, hier ist die Natur geschützt. Ein wohliges Gefühl überkam uns denn das ist genau in unserem Sinne und nach unserem Geschmack. Hier wird etwas richtig gemacht. Und dann tauchten wir ein in den Buchenwald. Es war als ob wir durch eine imaginäre Tür oder besser Tor traten und plötzlich im Zauberwald standen. So ein sauberes, prächtiges und dichtes, frisches Grün, wir konnten uns gar nicht sattsehen. Wir hatten das eindeutige Gefühl von Elfen geleitet und von frechen Trollen immer wieder ein wenig verschaukelt zu werden. Denn es sah manchmal so traumhaft schön aus, dass es nur ein von ihnen herraufbeschworenes Trugbild sein konnte. Wie eine Fata Morgana in der Wüste. Ich ließ mich mal von Lucy zwicken, dachte ich, bis ich sah dass es eine vorwitzige Mücke war. Für die wir natürlich das „gefundene Fressen“ bedeuteten. Was uns nun ganz deutlich machte, das ist kein Trugbild sondern real. Real und zauberschön 🙂 Hier wuchsen die Buchen in Höhen, die schwindelerregend anmuteten. Mit Baumkronen von prächtigen Ausmaßen. Und der leise Wind ließ den Blätterwald in schönster Melodie klingen. Wir entdeckten einen See, tief im Wald Sölle und Verlandungsmoore. Waldmeister in großen Mengen und vieles mehr. Und irgendwann war es an der Zeit umzukehren. Außerhalb des Waldes, am Feldweg, standen schöne und sehr alte Eichen mit einem Blätterdach wie ein riesiger Schirm. Darunter eine warme Wiese, das wurde dann unser Rastplatz. Wir stärkten uns mit Kuchen und heißen Tee, der wunderbar erfrischte. Und dann legten wir uns ein Weilchen unter den Baum und ruhten aus. Gute Idee, denn auf einmal fing es an zu regnen. Ein ruhiger Landregen ging aufs Land nieder und entfachte einen intensiven Duft. Nach Heu, warmer Erde, Wald, verbunden mit belebender Frische. Das große Blätterdach der Eiche bot uns ausreichend Schutz so dass wir in gemütlicher Ruhe in vorderster Reihe das Naturschauspiel genießen konnten. Dann wurde es wieder ruhig und der Gesang der Vögel beherschte Wald und Lüfte in einem melodischen Konzert ohne Mißklang. Zeit für uns alles zusammen zu packen und den Weg zurück zum Auto zu nehmen. Ein Erlebnis ging seinem Ende zu, aber das war nicht unser letzter Besuch des Grumsin. Spätestens im Herbst wollen wir uns von der Farbpracht berauschen lassen. Lucy hatte eine Fülle an Eindrücken für neue Geschichten im Gepäck und ich in Form von Bildern in meiner Kamera. Und die möchte ich Euch nicht vorenthalten, viel Spaß beim Schauen 🙂

Geradezu ein natürliches „Hochhaus“ 😀
Ein meisterhafter Teppich, vom Waldmeister 😀

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