Der wunderschöne Mühlensee von Schloss Dammsmühle

Am letzten Mittwoch traf ich mich mit Lucy zu einer neuen LANDpartie in die im Titel benannten Gebiete. Super Wetter für den Wolkensüchtigen, starker Wind, etwas zu kühl und Dauerlauf der Wolken am Himmel. Zeigte sich aber die Sonne, wurde es angenehm warm. Bestes Wanderwetter also. Und Fotowetter sowieso. Als ersten „Abstecher“ hielten wir im alten Ortszentrum von Glienicke und wurden nach dem Aussteigen vom Stammbewohner des kleinen Teichs misstrauisch ins Visier genommen. Na ja, zu nah waren wir, zog der Graureiher dann lieber ab von seinem Lieblingsplatz. Besetzte kurzzeitig die künstliche Hütteninsel um dann vorsichtshalber doch zum gegenüberliegenden Ufer abzuhauen. Von dort nahm er uns ständig unter Sichtkontrolle. Nun, wir wollten ihn beim Frühstück wirklich nicht stören und so sahen wir uns ein wenig um. Die schöne Kirche stand im besten Licht und musste einfach mitgenommen werden. Dazu noch ein paar weitere Fotos, dann ging es zurück zum Auto.

Der Dorfteich in Glienicke
Die Kirche in Glienicke

Hauptziel war aber das Kindelfließ mit dem gleichnamigen See in Glienicke, denn dieser Ort spielt auch in Lucys neuen Buch eine Rolle. Und so suchten wir einen Parkplatz und wanderten am Fließ entlang. Eine wunderschöne Gegend, zum Träumen schön. Und das in herrlichsten Frühlingsfarben. Das Grün leuchtete uns fast unwirklich entgegen, zumal wenn die Wolkenschiffe der Sonne immer mal einen Durchblick gewährten. Dann sendete sie wandernde Lichtstrahlen aufs Land und man hatte das Gefühl, Märchenwesen wanderten mit uns. Und eine Ruhe. Nur wirkliche Naturgeräusche waren zu hören. Der Wind flüsterte und wurde mitunter so laut und heftig, dass es die Baumkronen aneinander schob und beim freundschaftlichen Reiben der Äste gab es unwirkliches Knarzen. Wir hatten den Eindruck ihre Gespräche lauschen zu können. Was natürlich nicht stimmt, denn die Bäume unterhalten sich unterirdisch im Wurzelwerk. Überall emsiges Frühlingstreiben vieler Wald- und Seebewohner war uns zum Beobachten geglückt. Kleinspechte hasteten von einem Baum zum nächsten, eine Drossel schmiegte sich so an den Boden, dass sie, sich ihrer Tarnung vollstens vertrauend, auch nicht vom Fleck bewegte, als ich ein paar Meter nur entfernt, meine Nikon Z7 mit dem 300er Tele auf sie richtete. Ein Graureiher, sich auch seiner Sicherheit am anderen Ufer im Naturschutzgebiet wissend, schaute gelangweilt den „Störern“ seiner Ruhe zu. Wird ja vorbeigehen, dachte er sicher und ließ sich kein Stück aus der Ruhe bringen.

Start unserer Wandertour am Kindelfließ in Glienicke entlang
Eine Drossel, Meister der Tarnung im Erdfarbenen Federkleid
Farbenfroher Gast am Kindelfließ, die Mandarinente
Okay, Teamwork, Ihr fresst das grüne „Gelabber“ weg, damit ich wieder klare Sicht auf mein Essen bekomme!
Nun reichts aber, habt Ihr nicht genuge gesehen?

Das Kindelfließ ist ein Natureinod dass wir nicht das letzte Mal besuchten. Im Herbst könnte es sicher in schönster Farbenpracht leuchten.
Weiter ging es nach Mühlenbeck. Lucy kannte die Mönchsmühle nur als Begriff und wir wollten sie uns mal näher ansehen. Ich hatte sie das letzte Mal besucht, als es noch nicht klar war was aus ihr werden sollte. Nun war ich positiv überrascht (und erstaunt wie viele Jahre mein letzter Besuch schon her war), was daraus für ein Schmuckstück geworden ist. Alle Achtung! Nur, durch die Pandemie war alles verschlossen. Wenn wieder Normalität im Leben eingekehrt ist, müssen wir da nochmal hin. Das Licht war nicht nur ungünstig sondern für Fotos um die Mittagszeit überhaupt nicht gut. Und so habe ich drauf verzichtet.
Weiter mit einem kurzen Abstecher zu den Wildpferden im Gebiet des Naturparks Barnim in Mühlenbeck. Wir hatten, wie nun schon so oft, richtig Glück, denn wir entdeckten einen Teil der Herde in einem landschaftlich reizvollen Gebiet. Die Sonne war zwar hinter Wolken versteckt, doch die Pferde kamen neugierig näher und so konnte ich ein paar Erinnerungen im Bild mitnehmen.

„Mode a la Natur“, der neueste Schick 😉
Die Wildpferde im Mühlenbecker Land im Naturpark Barnim

Nun ja, ich war dann doch etwas erschöpft, aber einen Blick auf den Fortgang der Restauration von Schloss Dammsmühle wollten wir noch riskieren. Und den schönen Mühlensee anbei kannte Lucy auch noch nicht. Der Zufahrtsweg zum Schloss (hier eine Beschreibung und Info in Wikipedia) war weiträumig abgesperrt, also nochmal laufen. Und ja, am Schloss passiert was. Lässt schon den kommenden Glanz erahnen. Nun hofft man, dass es später immer noch möglich sein wird, ohne Probleme See und Natur dort zu genießen. Eine kleine Gänsefamilie fühlte sich dann doch von unserem Seebesuch etwas gestört und nahm übers Wasser Abstand zu uns auf. Später, wir wollte noch ein Stückchen am See entlanglaufen, kam der Ganter aus dem Wiesendickicht und sicherte zur Straße. Wir blieben abrupt stehen und ich hob, gaaanz langsam, meine Z7 mit dem 300er Tele. Und dadurch war der Abstand groß genug, er sah keine Gefahr für seine kleine „Bande“ 😉 . Und nach kurzer Zeit trippelte die ganze Schaar über die Straße zur anderen Wiese. Die noch grüner und satter war. Und da wollten sie sich genüsslich den Bauch vollschlagen, vegan und voller Vitamine. Okay, da wollte wir sie nicht weiter beunruhigen und drehten einfach um. Zumal ich auch recht geschafft war. Und so endete ein wieder mal wunderschöner Ausflug in die Mark Brandenburg unter Märkisches Licht 😀

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