Der Binenbach vom Tonsee zum Tornowsee, vorbei an der Boltenmühle

Ich war letzte Woche wieder mit Lucy ins märkische Land unterwegs, hatte ich ja schon mit dem Schwäne-Blog angekündigt. Wir wollten dieses Mal ein besonders schönes Waldstück im Frühlingsgrün erleben. Enttäuscht wurden wir auf unseren Wanderungen ja noch nie, aber dieses Mal war es wieder besonders schön. Ein Kleinod der Natur hatten wir uns da ausgesucht. Und Lucy war gespannt auf das Erlebnis, um davon für weitere Geschichten ihrer Bücher den Zauber des Waldes zu erleben. Vom Parkplatz wanderten wir erst mal am Tornowsee entlang bis zur Boltenmühle, wobei wir das Spektakel der Schwäne erlebten. Die am Anfang doch recht dicke Wolkendecke riss Stück um Stück mit jeder Minute weiter auf und langsam erstrahlten Wald und Boltenmühle im Märkischen Licht 😉 :

Ein frecher Buchfink erzählte uns ein paar tolle Geschichten an der Boltenmühle 🙂

Leider war dort alles geschlossen aus den bekannten Gründen, aber viele Landschaftspfleger waren aktiv, damit das Gelände seine Schönheit behält. Sehr bemerkenswert war das alte Wasserrad, das unermüdlich seine Kreise zog. Das reizte mich natürlich zu ein paar Aufnahmen. Wir genossen die Ruhe und sammelten unsere Eindrücke. Dann wollten wir aber weiter zum Binenbach. Und das ist kein Schreibfehler, der hatte mit den Bienen gar nichts zu tun und benannte sich zum anliegenden Binenwalde, ein kleiner hübscher Ort am Kalksee, der schon in Fontanes „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ eine nicht unbedeutende Rolle spielte. Natürlich, es ging um ein hübsches Mädchen und dem Kronprinzen, der sich zu der Zeit noch in Rheinsberg aufhielt. Und dort seine schönsten Jahre verbrachte.
Wenn man dann von der Boltenmühle den kleinen Anstieg hinter sich gebracht hat (ja, die Mark hat auch „Berge“ und die muss man nicht immer gleich mit den ausgesprochenen Bergregionen oder gar den Alpen vergleichen 😉 ) , kommt man zum Binenbach, der sich malerisch durch ein wunderschönes Tal schlängelt. Hier ist wieder mal Wald so wie er sein darf, natürlich eben. Und mit weiser Voraussicht nach der politischen Wende in der Ex-DDR als Naturpark ausgezeichnet. Zwischendurch machten wir Rast auf einer der rustikalen Bänke und genossen unseren Tee, den Proviant und vor allem die Ruhe, das Frühlingslicht. Das frische Gelbgrün der Blätter wirkte, verstärkt durch das heftige Sonnelicht, wie ein Filter. Der einerseits die Blätter selbst unwirklich leuchten lies und andererseits alles unter dem Laub durch diesen „Grünfilter“ märchenhaft erscheint. Ich lasse nun einfach nur noch meine Bilder sprechen, dazu braucht man keine Worte. Nur eins noch, für alle „Kritiker und Spekulanten“, die gerne unlautere Dinge unterstellen: Es war alles so wie abgebildet. Keine „Farbregler“ aufgezogen und nichts manipuliert. Ich denke, wenn man sein Handwerk beherrscht, schauen kann und Bilder sieht bevor man sie einsammelt, ist man in der Lage diese unwirklich anmutenden Naturerscheinungen für alle anderen sichtbar zu machen. Meine Bilder sind nie!! montiert, oder gefaked! Alles so wie erlebt mitgenommen. Aber man muss schon mit offenen Augen und weiter Seele durch die Landschaft streifen, dann klappt es auch mit den Bildern 😉 😀

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