Morgennebel bei Schwante im Oberhavelland
Nikon Z7  Nikkor Z 70-200/2,8 VR S
Morgennebel bei Schwante im Oberhavelland
Nikon Z7 Nikkor Z 70-200/2,8 VR S

Der Testbeitrag über das neue Superobjektiv Nikkor Z 70-200/2,8 VR S vom Nikon Service Point Dresden geht nun in die zweite Runde, Tag zwei des Tests. Hier habe ich Euch ja über meine Wechsel zur spiegellosen Nikon Z7 geschrieben und hier war der erste Teil des Objektivtests. Für den zweiten Tag, dem Samstag, hatte ich mir eine besondere Location ausgedacht. Dazu eine kleine Vorgeschichte 😉 . Meine erste digitale Kamera war eine Fuji S2 Pro, die ich mir 2002 für viel Geld leistete. Als ich dann im RAW-Format immer arbeiten konnte (Speicherkarten wurden zum Glück günstiger) und die ersten Drucke im Offsetdruck sehr zu meiner Zufriedenheit ausfielen, machte ich mein Farbfotolabor zu, sparte mir die ganze stinkende giftige Chemie und arbeitet fortan in meiner Hellkammer am Rechner, die Dunkelkammer wurde abgeschafft. Und im Jahr 2003 hatte ich den Auftrag, in Niederfinow das Schiffshebewerk mal neu zu fotografieren. Natürlich kam meine digitale mit. Diese Fuji war ja eine Digitalkamera, die das Gehäuse einer Nikon F80 hatte, in der Fuji dann den Chip und die Elektronik verbaute. Wichtig für mich, die hatte damals schon 12MP, was für wirklich große Drucke taugte. Sogar Kalenderbilder sahen sehr gut aus. Und als wichtigster „Nebeneffekt“, es war eben eine Nikon! Ich fotografiere seit 1989 mit Nikon und habe eine Anzahl Objektive. Die konnte ich an dem Gehäuse gleich weiter verwenden. Das kurz zur Technik von damals.
Das Schiffshebewerk stellte ich mir sehr überzeugend mal im Licht der aufgehenden Sonne vor. So der Plan, also Start noch in der Nacht im Dunkeln. Als ich dann von Hohenfinow die Straße nach Niederfinow nahm, und kurz vor der Serpentine nach rechts schaute, hat es mich extrem elektrisiert, ein Anblick vor dem man niederknien möchte. Das ganze Land, ansich schon schön anzusehen, war in ein unwirkliches Licht gehüllt, Nebel waberte um Bauminseln und am Horizont färbte sich das Licht rötlich im Erwarten des Sonnenaufgangs. Das war zuviel für mich und irgendwie der Auftrag „Schiffshebewerk“ nur noch sekundär vorhanden. Kurz vor dem Bahnübergang wendete ich und in der Serpentine gab es zum Glück eine Nebenstraße um das Auto abzustellen. Ich schnappte mir Stativ, Fototasche und das manuelle 2,8/300er, das nur noch mit 2,8 arbeitete, weil Nikon damals der Meinung war, zu alt zum reparieren. Teurer Schrott also. Na klar, die Fotografen sind ja eh reiche Säcke, die ein bisschen rumknipsen und dann die Tausender in Euro einfahren. Und klar, dann schmeißt man so eine Optik auf den Müll, um sich eine neue für neue Tausender zu kaufen. Hat mich damals sehr enttäuscht wie mir das in der Berliner Nikon-Reparaturwerkstatt lapidar mitgeteilt wurde. Das nur am Rande, aber ich nahm das Teil trotzdem mit, es war ein so klasse Glas dass sogar bei Offenblende 2,8 sauber scharf zeichnete. Im Dunkeln fand ich den Weg über die Leitplanke und über taunasses Gras erklomm ich meinen Fotostandpunkt. Ich hole mal drei Bilder die mir dann gelangen, aus der „Mottenkiste“. Schön sind sie allemal, wie ich finde:

Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch
Fuji S2 Pro, Nikkor 2,8/300 bei Blende 2,8
Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch
Fuji S2 Pro, Nikkor 2,8/300 bei Blende 2,8
Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch
Fuji S2 Pro Nikkor 2,8/35-70
Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch
Fuji S2 Pro Nikkor 2,8/35-70
Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch Fuji S2 Pro Nikkor 2,8/35-70
Tagesanbruch Blickrichtung Oderbruch
Fuji S2 Pro Nikkor 2,8/35-70

Nun merke ich schon wieder „ein altes Leiden“ von mir. Es fallen mir zu einem Stichpunkt so viele Geschichten ein, dass ich aufpassen muss Euch nicht zu langweilen. Und mich nicht zu verzetteln. Um es kurz zu machen, ich werde den zweiten Teil in einem zweiten Absatz weiterführen, sonst wird das hier zu konfus. Jedenfalls war es dieses Erlebnis im Odergebiet, was ich mit der neuen Technik neu erobern wollte. So der Plan, nur dann hatte ich verschlafen…. 🙁

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