Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen, direkt am letzten nordwestlichen Zipfel der Mark Brandenburg war am zweiten Tag unser Hauptziel
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen, direkt am letzten nordwestlichen Zipfel der Mark Brandenburg war am zweiten Tag unser Hauptziel

Klein Schmölen – Festung Dömitz

Urlaub hört sich immer so ganz nach Freiheit an, und für mich war es das ja auch. Für Lucy (Patricia Koelle) aber auch vor allem eine neue Recherchereise in die Lenzerwische. Unter anderem für ihren neuen Roman „Das Geheimnis der Grashüpfer“ aus der Inselgärtenreihe der im September im Fischerverlag erscheint. Und wie schon im ersten Teil gesagt, war es für mich eine wunderbare Reise mit liebster Begleitung in eine für mich fast ganz neue Gegend. Wir hatten aber auch ein unverschämtes Glück mit dem Wetter.

Der Tag begann immer mit einem weichen Sonnenlicht wie im Frühherbst. Alles begann in einem Goldton zu leuchten und unser erster Weg nach der Dusche und einem gemütlichen Tee war zum Deich. In einem immer wiederkehrenden Staunen, wie zwei Kinder zu Weihnachten zur Bescherung, wurden wir mit den schönsten Naturwundern beschenkt. Auf der toten Eiche begrüßte uns wieder der Storch, irgendwie immer mit Gefiederpflege beschäftigt. Die Kamera konnte ich dabei nie im Zimmer lassen, ich habe schon lange nicht mehr so viel fotografiert wie auf dieser Reise. Und ich will Euch natürlich immer gern daran teilhaben lassen.


Die Ruhe nutzten wir auch zum Arbeiten, Lucy machte Aufnahmen für ihre Trailer. Und dann war auch die richtige Zeit für ein Werbefoto mit dem neuen Roman.

So erlebten wir jeden Morgen am Elbedeich, in absoluter Stille, im glücklichen Staunen
So erlebten wir jeden Morgen am Elbedeich, in absoluter Stille, im glücklichen Staunen
Lenzerwische
Morgentoilette perfekt, okay, dann Abflug 😀
Lenzerwische, Baumveteranen, hundertjährige Eichen
Baumveteranen, hundertjährige Eichen
Im goldigen Morgenlicht zeigt sich die Lenzerwische am Elbedeich
Im goldigen Morgenlicht zeigt sich die Lenzerwische am Elbedeich
Lenzerwische, Arbeit am neuen Trailer für den neuen Roman "Das Geheimnis der Grashüpfer"
Arbeit am neuen Trailer für den neuen Roman „Das Geheimnis der Grashüpfer“
Lenzerwische
Das Geheimnis der Grashüpfer, Roman von Patricia Koelle im Fischer-Verlag
Patricia Koelle mit einem Vorexemplar ihres neuen Romans "Das Geheimnis der Grashüpfer" vor einem der Schauplätze, dem Landhaus Elbeflair.
Patricia Koelle mit einem Vorexemplar ihres neuen Romans „Das Geheimnis der Grashüpfer“ vor einem der Schauplätze, dem Landhaus Elbeflair.

Gut gefrühstückt, mit großen Tatendrang starteten wir am zweiten Tag zu einer Fahrt in das Naturschutzgebiet Binnendüne bei Klein Schmölen. Okay, wenn man es sehr genau nimmt, liegt das nun nicht mehr in der Mark Brandenburg, sondern schließt sich ihr nordwestlich im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an. Nun nehme ich das mit den Grenzen nicht zu kleinkariert und bin der Meinung, das Märkische Licht scheint draußen in der Mark, ist aber auch ganz tief in meinem Herzen. Und so ist es immer dort, wo ich bin. Vor allem wenn es meiner Seele gut geht wie auf dieser Reise. Ich hatte keine Vorstellung von dem Gebiet und hatte es mir einfach mal versagt schon vorher per Google einen Eindruck zu verschaffen.

Wir wollten es ganz spontan erleben. Und unser Wetter, gestartet mit blauen Himmel, entwickelte sich jeden Tag zu unserem Lieblingswetter. Was heißen soll, es zogen, erst verhalten, im Laufe des Tages die Wolken auf und tauchten das Land in immer neue Lichtspiele. Wie eine Theateraufführung leuchteten dann irgendwann die Lichtstrahlen wie Spots auf die verschiedensten Flecken. Da musste ich sehr schnell reagieren, denn kaum gesehen, war das Licht urplötzlich weg, um auf geheimnisvolle Weise schon den nächsten Spot an anderer Stelle zu setzen. Herrlich!


Die höchste Düne war auch zu erwandern, das schaffte mich dann körperlich so, dass wir oben an einem wunderbaren Aussichtspunkt eine Rast mit obligatorischer Teepause machten. Und die Weitblicke im Rund ausgiebig genossen. Und zu allem eine tiefe Stille, die wir einfach ganz tief in uns aufnahmen. Was braucht man mehr…

Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen

Blick zur Binnendüne, zumindest ein Teil davon
Blick zur Binnendüne, zumindest ein Teil davon

Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.
Viele Vorbilder für Themen der Romane, hier gab es eine Blühvielfalt, Natur wie sie darf und soll
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.
Der Weg zur Berghöhe, sieht harmlos aus, hatte es aber echt in sich 😀
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.

Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.

Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.
Ausblick über die Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.

Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.

Libelle in der Binnendüne, Klein Schmölen
Libelle
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.
Das Naturschutzgebiet Binnendünen in Mecklenburg Vorpommern bei Klein Schmölen.

Frisch gestärkt nach der Pause mussten wir nur noch vom „Berg“ runter. Aber das war, trotz Wanderweg, eine etwas kribbelige Angelegenheit. Der Sand war so fein, trocken und heftig, dass man immer aufpassen musste, um nicht „auszurutschen“. Man hatte schwer Halt. Wer das Wandern im trockenen Ostseesand kennengelernt hat, weiß was ich meine. Nur hier eben nicht eben sondern heftig bergab.


Nun, einmal hier, warm war es auch. Dazu gab es einen ständigen und erfrischenden Wind. Und so beschlossen wir spontan noch etwas zu verlängern. Ein hübscher See mit dem eigenartigen Namen Brack wurde unser nächstes Ziel.

Märchenhafte Natur, am liebsten wären wir reingesprungen. Aber wir hatten noch einen Rückweg vor uns, der erst mal geschafft werden musste. Und nun kam auch der Hunger dazu. Bei so guter Bewegung und sauberer, frischer Luft, kein Wunder. Also zurück nun zum Parkplatz.

Der Brack in der Nähe von Klein Schmölen
Der Brack in der Nähe von Klein Schmölen

Binnendünenlandschaft, Klein Schmölen
Noch ein letzter Abschiedsblick auf die Binnendünenlandschaft

Dömitz war der nächste größere Ort, an dem wir auch Gaststätten vermuteten, Gaststätten mit Mittagstisch nicht nur zu Mittag, wohlgemerkt. Außerdem gibt es dort die Festung Dömitz, die wir auch besuchen wollten. Nun denkt der im Speckgürtel der Hauptstadt wohnende verwöhnte Bürger, dass, zumindest ein größeres Restaurant, auch den Tag über in der Lage ist, dem hungrigen Gast ein kräftiges Essen zu servieren. Aber, Denken ist Glückssache. Jedenfalls für uns an dem Tag und in Dömitz wohl normal.

Und bevor es jetzt böse Worte gibt, nein, wir haben dann nicht erst noch alle Gaststätten des Ortes diesbezüglich ausprobiert. Wir hatten in der Werderstraße ein hübsches Lokal ausgemacht und auch gleich gegenüber einen letzten Parkplatz erwischt. Der Aushang am Eingang versprach leckere Dinge, dass uns prompt das Wasser im Munde lief.

Impfpass und Maske dabei, gingen wir erwartungsvoll hinein und erhielten dann die verbale kalte Dusche. „Mittagessen?? Nein! Geht nicht, Küche ist erst heute Abend wieder auf. Aber sie können gern draußen einen Kaffee und Kuchen bestellen“. Kuchen??

Es war noch nicht mal drei Uhr Nachmittags und wir hatten nach der langen Wanderung richtig Hunger auf ein kräftiges Essen. Enttäuscht, ohne gebotene Alternative, gingen wir wieder zum Auto. Und nun war es auch für uns Unkundige gar nicht so einfach ein Restaurant zu finden. Präziser, eins das offen hat UND auch noch Mittagstisch.

Einige waren geschlossen, davon wieder einige scheinbar schon länger. Wir fühlten uns nach gefühlter längerer „Einbahnstraßenkutscherei“ verloren in einer ungastlichen Welt. Der Himmel, als ob er sauer war über diese ganze Sache, zog sich auch immer bedrohlicher zu. Und dann die Rettung.

Es gab doch ein schmuckes Lokal in märchenhaft schöner Lage an einem kleinen Flüsschen. Parkplatz war auch in der Nähe und wir bekamen im Biergarten auch gleich den gerade frei gewordenen Tisch. Aufatmen, freuen und glücklich sein. Nach einer kalten Coke kamen auch die Lebensgeister wieder und das leckere Essen, serviert von freundlicher Bedienung, hat uns dann doch wieder etwas mit dem Ort versöhnt. 😉

Das war so gut dass wir gleich den nächsten Tag auch das Essen dort planten, was super geklappt hatte. Und da soll diese hervorragende Gaststätte natürlich auch benannt und verlinkt werden. Falls jemand in die Nähe von Dömitz kommt, am Elberadweg entlang zum Beispiel. Sehr empfehlenswert: Es handelt sich um die „Gaststätte zur Torbrücke“ in der Schweriner Straße 9. Leider konnte ich keine Webseite finden, und somit auch nicht verlinken.

Trotz des nun etwas dunkleren Wetters besuchten wir noch die Festung Dömitz. So konnte Lucy noch alles bekommen was sie brauchte und ein paar Bilder gingen auch. Das Wetter ist ja mit diesem Himmel eine sehr interessante Zutat. Aber zu lange hielten wir uns, nach ein paar Regengüssen entmutigt, dann doch nicht mehr auf. Irgendwie hat Dömitz uns einen eher abweisenden Eindruck hinterlassen, obwohl die Stadt auch viele schöne und vor allem historische „Ecken“ vorzuweisen hat.

Festungsanlage Dömitz
Innenhof und eine der Mauern der Festungsanlage Dömitz
Im Durchgang zur Festung Dömitz hat sich ein Schwalbenpaar ihr Brutrevier gebaut
Im Durchgang zur Festung Dömitz hat sich ein Schwalbenpaar ihr Brutrevier gebaut
Dömitz
Blick auf Dömitz
Festungsanlage Dömitz
Festungsanlage Dömitz
Festungsanlage Dömitz
Wehrhafte Mauern der Festungsanlage Dömitz

Viele Motive waren nicht möglich, denn gerade im Innenhof der Festung wurde eine große Bühne bestückt und der Soundcheck für das kommende Konzert lief auch an. Also, dann nichts wie weg. Krach gab es auch zu Hause genug. Im Landhaus Elbeflair schmeckte dann auch der Tee, zusammen mit dem Stück Torte, einfach himmlisch. Danach waren wir gut dabei unsere gesammelten Schätze anzusehen, zu ordnen und zu bearbeiten. Ich hatte gerade alle Bilder auf dem Laptop gesichert, da entwickelte sich noch ein sagenhaftes Lichtschauspiel.

Obwohl mittlerweile körperlich fertig, nahmen wir unser „Gerätezeugs“ und liefen zum Deich. Was wir dort dann erlebten, war ein Naturlichtspiel vom Feinsten. Ein friedlicher Ausklang des Tages, ganz nach unserem Geschmack. Und eins weiß ich. Mit mittlerweile 61 Jahren gelebt, weiß man meistens endlich was man noch im Leben will. Und vor allem auch, was man ganz bestimmt nicht mehr will.

Auf jeden Fall aber hiervon noch viel mehr! 😀

Lenzerwische
Vom Zimmerfenster sah ich dass die Sonne den Wolkenkampf am Abend doch nochmal gewonnen hatte 😀
Lenzerwische
Lenzerwische

Magisches Licht für Kobolde und Elfen in der Lenzerwische
Magisches Licht für Kobolde und Elfen in der Lenzerwische
Direkt am Elberadweg auf dem Deich
Direkt am Elberadweg auf dem Deich
Lenzerwische, Letztes Abendlicht am Landhaus Elbeflair
Letztes Abendlicht am Landhaus Elbeflair
Lenzerwische, Letztes Nachglühen, der Tag vergeht...
Letztes Nachglühen, der Tag vergeht…

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