… und das habe ich heute, auch tränenreich, wieder erfahren. Ohne Neid, mit der Freude, dass es diese kreativen schrägen Typen alle gibt. Denn genau die meine ich, die was Anderes wollten, die was tun mussten um nicht zu platzen, um ihren Panzer zu sprengen. Den Panzer der Konvention, der Voreingenommenheit, den Panzer der alle hier auf diesen Planeten hemmt und ohne den es so viel kreativer und schöner sein könnte. Und die mir so sehr Vorbild sind. Im Panzer sprengen. Es geht um den Film „BOHEMIAN RHAPSODY“ über die Band „Queen“. Klar, rein äußerlich könnte man auf den ersten Blick meinen, der Typ für Freddy ist nicht ganz getroffen. Aber dann lässt man sich gaaaanz schnellllll auf das Geschehen ein und ist nur begeistert. So jedenfalls erging es mir. Mein erstes Erlebnis mit Queen war, natürlich, in den 70ern. Bin ja 60iger Baujahr, also die 70iger „meine Zeit“ 😀 und ja, gerade bei Musik aus der Zeit kommen so rasant so massive, gute Erinnerungen. Ich war in einer Freistunde mit ein paar anderen bei einem Freund. Der wohnte auch in einer sogenannten Neubauwohnung, heute sagt man ja nach der Wiedervereinigung ganz moder „Plattenbau“. Na das hatten die im Westen ja auch ganz massiv 😉 Und in dessen Familie war es so, dass die Wohnung in der Einrichtung gaaanz anders war als so allgemein. KEINE Schrankwand, alles ganz salopp und sehr gemütlich. Und ein Stereo-Plattenspieler. Und darauf die Scheibe von Queen, Bohemian Rhapsody, ich hörte dazu das erste mal Stereo. Ein bleibendes Erlebnis.

Ja, auch ich war in der Pubertät, 😀 ein Wunder?? Nö, so ist das nun mal und ich danke meinen Eltern noch heute dafür dass ich es doch sehr gut hatte und sie mir vieles verziehen haben. Wisst Ihr, meine Musik-Vorlieben sind sehr weit gestreut, ich mag harten Rock, sogar einige Schlager aus den 70ern, bei einem Gig als Fotograf tanzte ich sogar mit Mary Rose auf der Bühne zum Gaudi des Publikums. Silly, damals noch mit Tamara Danz, erlebte ich bei meiner Armeezeit in Lehnitz, nach dem Konzert saßen wir noch stundenlang (unerlaubt, aber wer sollte uns verjagen?) in der Offiziersmesse und philosophierten über Politik, Musik und vor allem über grenzenlose Kunst. Und ich merke immer wieder wie mich Musik packt wenn sie gut ist. Da stellen sich die Haare auf den Armen auf, ein Zeichen für Urgenuss. Und dann merke ich immer wie auf einmal die Seele gestreichelt wird. Und wenn es gar heftig wird wie sich der Körper vor Wonne schüttelt und die Tränen über die Wange rollen. (Den Ausdruck „Pipi in den Augen“ finde ich so daneben und doof, man sollte mal drüber nachdenken… ) So beim Queen-Film, den ich unbedingt empfehelen kann. Eine Szene ist mir wieder und wieder in Erinnerung, ein Interwiev, wo es, wieder mal, nicht um die Musik, um die kreative Leistung, ging, sondern nur um das, was „Die Leute interessiert“!! DANKE ihr „Meinungsmacher“!! IHR seit es, die die Kultur endgültig versaun, weil Ihr, um Auflage zu machen, immer im privaten rumstochert und kein Deut dafür übrig habt, was Kunst eigentlich ist. Queen hat so extrem wegweisend gezeigt was ein kreativer Geist, oder in diesem Fal, vier kreative Geister, in die Welt bringen können. Musik, die nicht auf die Rolle gelegt wird, die immer wieder anders und absolut genial ist. Ein Ohrenschmaus, ein „Grusel“ der Sinne und das im positivsten, wozu ich fähig bin. Ja, und jetzt kommts 😀 auch ich bin Kreativer 😀 und will mich auf gar keinen Fall mit Queen profilieren, nur sei mir erlaubt zu sagen, dass ich alles bis ins Tiefste ganz extrem empfinden kann. Wenn ich es schaffen sollte, dass beim Betrachten eines Bildes dem Betrachter Musik entsteht, dann habe ich sehr viel erreicht. Für mich ist die gute und vor allem neue Musik, wie es Queen immer wieder gezeigt hat, ein Zeichen, dass alles geht, dass man immer wieder neu anfangen kann und dass man nie anfangen sollte in Routine zu verfallen. Die größte Lüge ist die, dass man sich auf ein Erfolgsmodell ausruht und meint, das lieben die Menschen, so mache ich mal weiter, das geht gut. Und der Erfolg ist mir sicher. Neeee, das hat Queen deutlich gezeigt, nur das was man ehrlich zeigt, das was in einem pulsiert, das was man nach außen bringen will, DAS ist ehrlich. Und das ist dann wohl die Kunst. Wenn man nur was macht weil es alle mögen, aber man selbst daran verkümmert, ist es falsch. Punkt. ABER, wenn man immer das macht was sein Innerstes einem gebietet, dann ist man erstens ehrlich zu sich und den anderen, sowieso. Und dann macht man immer wieder neues. Und wenn das gut ankommt ist das der gute und sehr schöne Nebeneffekt. Denn man hat nur getan was man rein innerlich musste. Wenn Ihr versteht was ich meine. Und ich bin mir vollstens bewusst, Ihr versteht das. Und so will ich das nicht in die Länge ziehen und noch ein paar Bilder zum Schauen dazu tun, obwohl die nie diese Musikerlebnis ergänzen können. Schaut Euch einfach den Film an, dann wisst Ihr was ich hier versucht habe zusammenzustammeln 😉

Sonnenaufgang in der Teichlandschaft Linum, Brandenburg

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