… gibt es immer in den Wechsel-Jahreszeiten. Die stürmischen Herbsttage mit fallenden bunten Blättern oder wie jetzt die Frühlingszeit. Wenn die Bäume diesen leichten Hauch einer grünen Farbe bekommen, der Tag für Tag intesiver wird. Auch hierbei die stürmischen Tage mit ständig wechselndem Wetter. Wolken geben sich dem Wettlauf am Himmel hin, formen unberechenbar Gucklöcher für die Sonne, die dann ihren Auftritt feiert und die Landschaft zur Theaterbühne macht. Mit den Licht-Spots immer eine neue Szene heraushebt.

Lehnitzsee Oranienburg

 Diese besonderen Tage im Jahr sind nicht so selbstverständlich und abgezählt.

Für mich als Fotograf immer aufs Neue eine Zeit der inneren Unruhe. Ständig im Bewusstsein, man könnte die entscheidenden Augenblicke verpassen. Sehr oft mit vielen Enttäuschungen gepaart. Wie oft habe ich Kilometer abgespult oder bin schon lange vor dem Sonnenaufgang unterwegs, in Erwartung spektakulär schöner Momente und Motive, nur um zu erfahren, dass der Himmel eben den ganzen Tag grau bleiben wird, es keinen Sonnenaufgang geben wird (über den Wolken allerdings immer 😉 ). Und wenn man dann resigniert durchfrohren und nicht sehr trocken aufgegeben hat, zu Hause bei seiner Tasse Tee sitzt, dann doch das kurze, aber wunderschöne Naturspektakel noch seinen Auftritt feiert. In solchen Momenten der Enttäuschung (und die gibt es sehr oft im Fotografenleben) fragt man sich immer wieder, „warum mache ich das, warum tue ich mir das eigentlich an?!!“

Früher gab es da so einen Ergeiz, immer der Beste sein zu wollen, der Erste, usw…
Das kostet gute Energie, die in dem Moment, wo man sie benötigt, nicht mehr ausreichend da ist. Und das Schlimmste, man verliert irgendwann den Weg aus den Augen, die Freude am Fotografieren, die ja mal der Auslöser für das alles war. Seit ich das begriff, habe ich meine alte Leidenschaft zur Fotografie wiedergewonnen. Und seit dem habe ich wieder Erfolge, nicht in Heller und Pfennig, aber für mich eine große Zufriedenheit, wenn mir ein außergewöhnlich gutes Motiv zum Bild gelungen ist. Da tankt die Seele Freude, ich bin gut drauf und das überträgt sich auch auf andere. Was will man mehr…

An dem Tag, als diese Fotoserie entstand, wusste ich beim Losfahren auch nicht, was ich Abends an „Beute“ mit heimbringen würde. Der Wetterbericht im Web ließ Gutes erhoffen, Sturm und Regenwolken mit hervorblitzender Sonne waren angesagt. Mein Endziel hieß an dem Tag Zehdenick (was ich leider nicht ganz erreichte); und wo es gut erschien wollte ich spontan anhalten und „Licht fangen“. Die Lehnitzer Seite am gleichnamigen See, von Oranienburg aus betrachtet, könnte auch mal wieder vielversprechend sein. Also hin. Alles grau, fast lichtlos. Aber da mich ja kein fester Termin trieb, konnte ich auch auf dem Anleger stehen bleiben und warten. Und siehe, es wurde belohnt, die Wolken rasten förmlich und immer wieder strichen Spots auf die gegenüberliegende Uferseite. Sogar der knallblaue Himmel kam stellenweise zum Vorschein. Fotos, nein viel besser, BILDER!
In der Nähe vom Heidelberger Platz konnte ich gerade noch von einem Haus mit Über-Osterschmuck ein paar Aufnahmen machen (so viel hatte ich noch nie an einem Ort gesehen, war aber schick 😉 ), dann ging der Platzregen los. In Schmachtenhagen und durch in Richtung Zehlendorf soviel Wasser, als sollte das Lehnitzseemotiv schon eine Vorahnung auf das Kommende sein. Vor Zehlendorf dann ein Feldweg und die Gelegenheit, das mal festzuhalten. Dann war es genug, der Wind schob den Vorhang wieder zur Seite und das Licht kam zurück. Die Fotos können diese Momente besser nacherlebbar machen als meine Ausdrucksmöglichkeiten per Tastatur 😉 .

Hinter Zehlendorf in Richtung Liebenwalde liegt vor dem Waldgebiet ein wunderschönes Gehöft mit Ackerland drumherum, so wie man sich als Kind eine Bauernwirtschaft vorstellte. Viele Jahre bin ich daran vorbeigefahren und wollte es immer schon mal für die Ewigkeit festhalten. Diesmal nun bin ich stehengeblieben, hatte unwahrscheinlich Glück mit dem Licht und ein Traumfoto mehr. Der das Gebiet begrenzende Bahndamm der alten Heidekrautbahn nach Liebenwalde war dann noch Ziel meiner kleinen Wanderung, dahinter fühlten sich Kraniche und Damwild sicher und unbeobachtet. Für mich die passende Ergänzung dieser herrlichen Landschaft, wandernde Wolken und sonnige Lichterspots waren auch hier die „Sahne auf dem Kuchen“, für mich das typische Märkische Licht eben.
Selbst die Kraniche stiegen auf einmal gemeinsam auf in den Himmel und drehten im Schwarm noch einige Kreise wie um das Licht zu feiern.

In Kreuzbruch sonnten sich die Kühe (oder Rinder) vom Hofladen auf ihrer schmackhaften Weide, ein Pony ließ im Galopp seiner Freude freien Lauf, der Storch schlug sich in der Wiese den Bauch voll, bis es ihm zu bunt wurde. Wunderschön!

In Krewelin wurde ich (und meine Kamera) nochmal kräftig gefordert. So viele Motivmöglichkeiten, die sich dort boten, wollte ich natürlich gut ausschöpfen. Es war aber auch schon recht spät, je tiefer die Sonne dem Horizont kam, um so seltener schaffte sie es durch die Wolken bis zur Erde durchzudringen. So kam es, dass ich oft ein verheißungsvolles Bild sah, aber bis ich bereit war das Licht so schnell verschwand, als ob jemand einen Schalter umlegte, aus. Dann hieß es warten, in der Regel reichten ein paar Minuten, dann hatte ich meine zweite Chanche, aber manchmal reichten 20 Minuten nicht. Und der Sturm war mitunter so stark, dass die Kamera samt Teleobjektiv kaum ruhig zu halten war. Es ergaben sich noch ein paar sehr gute Momente, aber dann war der Himmel nur noch bleigrau, düster, kalt. Zeit zum Einpacken, irgendwie auch erschöpft. Schade, Zehdenick hatte ich nicht mehr erreicht, aber das nächste Mal sicher 😉
Bei meiner Rückfahrt über Nassenheide riss der Himmel plötzlich zu einem phantastischem Schauspiel auf, für mich die beiden letzten Bilder an diesem herrlichen Tag. UND: Ich weiß natürlich seit langer Zeit schon warum ich das mache, ich liebe genau DAS! 🙂

Noch ein Punkt in eigener Sache: Es ist sicher für alle meine Facebook-Freunde und -Follover das Beste und Bequemste, wenn ich die ganzen Bilder dort poste und bereitstelle. Aber ich habe eben genau auf dieser Plattform ein ungutes Gefühl, eben wegen Facebook. EUCH gebe ich gern die Bilder zum Ansehen und Teilen, aber ich kann mich nicht damit anfreunden, was FB so damit vor hat. Deshalb mein Blog, aber auch weil ich mich hier per Text mal so richtig „ausdönsen“ kann, mal so einiges zu den Erlebnissen beim „Lichtfangen“ mitteilen und manchmal auch was von der Seele schreiben kann. Dabei sind die Bilder HIER auf meinen Server geparkt, da behalte ich einfach besser die Übersicht. Und nicht zuletzt kann ich hier auch besser selbst entscheiden, in welcher Größe UND Qualität ich die Euch dann präsentiere. Wär schön wenn Ihr das versteht, es mir nicht übel nehmt und bei FB weiter meine „Fans“ bleibt. Dort werde ich ja trotzdem weiter Fotos posten, nur solche größeren Sachen wie diese hier machen sich im Blog für mich angenehmer. Wenn Ihr dann auch diese Blogbeiträge in FB kommentiert, teilt, bin ich Euch sehr dankbar. Je weiter meine Seite bekannt gemacht wird, um so mehr Menschen in GANZ Deutschland und darüber hinaus haben die Möglichkeit diese Schönheit unserer Mark unter märkischen Licht zu genießen. Und dann sicher auch mal zu besuchen. Ein ganz dickes Dankeschön an Euch alle, ich hoffe, die Bilder machen Euch ebenso viel Spaß beim Anschauen (mit einem heißen Tee oder Schokolade) wie mir, frierend vor der Himmelsschau aber innerlich heiß in Erwartung meiner „Beute“ 😉

3 Gedanken zu „Märkisches Licht in seiner schönsten Form…

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