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In der Siechenstraße mit Blick zur Klosterkirche St. Trinitatis

So meine Lieben, heute noch mal in Form einer Galerie die letzten Bilder meines letzten morgentlichen Neuruppin-Besuchs. Wie schon früher erwähnt hatte ich nach vielen Jahren mal wieder in dieser schönen Stadt zu tun und um die Mittagszeit ein paar Stunden für mich. Die nutzte ich nicht nur zur Verpflegung sondern auch zu ausgiebigen Spaziergängen durch die Straßen und am Bollwerk. Und das war schön, richtig schön und erlebnisreich. Der ganze Tag war für mich super und wenn so ein Erlebnis bei mir so richtig „funkt“ setzt das eine enorme kreative Energie frei und äußert sich in einem unermüdlichen Schaffenswillen. Daraufhin studierte ich ein paar Tage die Wetterkarte, speziell wie es zum Sonnenaufgang aussehen könnte, denn in mir hatten sich schon ein paar Ideen festgesetzt 😉 .

Am 2. September schien mir alles richtig und ich stellte mir für diesen Morgen den Wecker auf 3.30 Uhr, denn eine Stunde Fahrzeit galt es einzuplanen und ich wollte lange vor dem Sonnenaufgang am Bollwerk stehen und die Verwandlung der tiefen Nacht bis zu den ersten Sonnenstrahlen in allen farbigen Abstufungen genießen. Nun war ich aber doch früher angekommen und machte erst mal eine Runde zum Holzpavillon, der in den See ragt. Schade, dass man diese Gefühle, Gerüche von Wasser und dessen Plätschern und Schlagen der Wellen nicht so ganz festhalten kann. Es wehte ein recht starker Wind. Der Blick auf die Skyline mit Kirche, Schiffen und als I-Punkt der Mond am sternenklaren Himmel, ich konnte mich gar nicht sattsehen 🙂

Schnurstracks ging ich zum Auto zurück, schnappte mir Kamerarucksack und Stativ und wanderte zur Siechenstraße. Golden glänzendes Licht der Laternen hüllten die Häuser ein, ich hatte das Gefühl eine Märchenwelt zu besuchen. Gleich erwartete ich das Burgfräulein am Fenster und hinter mir den Ritter, der sie errettet. Ich drehte mich abrupt um und bemerkte, etwas enttäuscht, es war nur ein Radfahrer, der zu seiner Frühschicht unterwegs war… 😉

Nun denn, wieder im hier und jetzt machte ich mich ans Werk, die Himmelsfarbe wurde gerade richtig blau (weil schon der Horizont vom ersten Sonnenlicht noch lange vor dem eigentlichen Sonnenaufgang beleuchtet wird), die gute Komplementärfarbe zum warmen Gelb. Und der Mond schaute auch noch zu.

Danach ging es dann Schlag auf Schlag. Der Himmel wurde in jeder Minute in eine andere Farbe getönt und ich fand Motive ohne Ende. Als die Sonne dann über dem Horizont war wurde die Wolkendecke etwas dichter, die Wolkenlöcher, durch denen die Sonne ihre Strahlen schicken konnte, wurden mit der Zeit weniger. So hatte ich des öfteren ein schönes Motiv, und gerade als ich es fertig komponiert hatte und auslösen wollte war das Licht weg. Nun gut, jetzt begann wieder dieses kribbelige Warten, wo man überlegt, lohnt sich das, kommt die Sonne nochmal raus und streichelt mein Bild, oder gehe ich schon weiter. Kurz gesagt, ich hatte „bärenmäßig Schwein!“ 😀 und so kann ich Euch eine sehr gute Auswahl gelungener Bilder eines Spätsommermorgens in Neuruppin hier präsentieren. Das letzte Bild war dann nochmal die Geduldprobe pur. Ich war schon recht erschöpft, und hatte ein paar Stunden „gearbeitet“ , es sollte mein letztes Bild von Neuruppin werden, und dann kam genau um 8.16 Uhr noch einmal kurz die Sonne durch die Wolkendecke und beleuchtete diese schöne Stadtansicht. Man sieht am bewegten welligen Wasser, dass es mittlerweile stürmte. Nun konnte ich zufrieden nach Hause fahren. Tschüss Neuruppin, bis hoffentlich demnächst mal wieder! 🙂

2 Gedanken zu „Märchenhaftes Neuruppin

  1. Ich wünschte mir mehr Zeit! Schön, dass Du ab und an einen direkten Link zu Deiner Seite schaltest. Hier sind die Ansichten wirklich noch viel besser. Ich wünsche noch viele Ideen und vor allem weiterere Erfolge.

    Herzliche Grüße Jutta Konsolke

    • Vielen Dank für die schönen Worte, die mich motivieren. Ja, eigentlich hatte ich vor, in meinem Blog alle Neuigkeiten zu posten und dann auf FB zu verlinken. Aber oft habe ich nicht die Muße um gute Texte zu schreiben. Und ich merke immer wieder, die meisten Leute sind auch nicht dran interessiert. Es ist eine „Ich konsumiere schnell alles was ich kriegen kann – Unkultur“ geworden. Lesen für viele Aufwand, viele wollen nur schnell Bilder kucken, klicken kurz und weiter zum nächsten. Und auf FB habe ich mitbekommen, dass es sogar da Leute gibt, die aus dem schönen Bildermachen einen Wettberwerb draus machen „ich bin erster, größer, besser, und Du nicht!! bää“.
      Nicht mein Ding. FB ist für mich wichtig, meine Bilder und meine Fotografie bekannt zu machen, ohne Tricks und Werbekosten. Und das ist sehr gut gelaufen. Die Verbreitung mit über 4500 Fans für meine kleine Seite enorm! Ich denke ich werde das mal wieder mehr auf meinen Blog verschieben und auf FB sporadisch was posten, mal sehen. Das Schöne nebenbei, hier liegen die bilder alle auf meinem Server, da kann FB keine Ansprüche geltend machen 😉
      Nochmals vielen Dank und viele Grüße
      Frank Liebke

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