Abendblick auf die Ackerbürgerstadt Kremmen mit seiner schönen St. Nikolai-Kirche

Abendblick auf die Ackerbürgerstadt Kremmen mit seiner schönen St. Nikolai-Kirche

 

Nach einem endlos erscheinenden Winter gab es in diesem 2018er Jahr einen sehr kurzen Frühling. Wohlgemerkt, Frühling wie man ihn landläufig kennt. Mit wärmender Sonne, laaaangsam aufbrechenden Knospen der ersten Frühblüher und abgerundet dann mit dem knallenden Knospen der Baumtriebe, ja den auschlagenden Bäumen… 😉
Gab es in diesem Jahr so nicht, ich hatte das Gefühl das was im Frühling in ein paar Monaten passiert, spielte sich in knapp zwei Wochen ab. Und schon war der Sommer da, das nun seit Wochen. Hitze, fast kein Regen, Trockenheit. Für einen Künstler wie mich kam noch dazu dass die schöne Zeit der Wetterwechsel, Aprilwetter genannt, fast vollkommen ausfiel. Keine rasenden Wolken, Lichtspiele auf unserer Erde, nur immer wieder glatter, blauer Himmel. Gar nicht so mein Ding, fotomäßig. Und so kam ich auch gar nicht mehr vom Schreibtisch weg, von außen herangetragene Aufträge und Treffen mal abgesehen. Irgendwann reicht es aber mal und der Fotograf muss ins Land, wieder Weite sehen, Farben, frische Luft. Und so startete ich mit voller Ausrüstung vor ein paar Tagen ins Kremmener Land. Sehen was man mit der Knipskiste fangen kann. Kalender brauchen immer neue Motive, Fotografen ja auch 😉 Kurz gesagt, ich hatte ein paar Ideen und die ließen sich super verwirklichen. Und wie das immer so ist, hat man sich erst mal aufgerafft, wird man auch belohnt. Der blaue Himmel ist auch mal ganz interessant, zumal man ja eh erst am späten Nachmittag anfängt zu fotografieren. Denn da wird das harte Licht des Sommers (Frühling 😉 ) etwas weicher und wärmer. Ich fand schönste Motive in Sommerfeld am alten Bahnhof. Von außerhalb einen typisch brandenburgischen und fast idyllischen Dorfblick. Und wenn es erst ein paar Mal „Klick“ gemacht hat, bin ich sofort wieder in Form. Die Bilder entstehen im Kopf, vor dem sogenannten geistigen Auge. Und dann in meiner Kamera. Auf einem frisch abgeernteten Feld fand haben sich einige Storche eingefunden, auf der Jagd nach Essbaren für den ewig hungrigen Nachwuchs; und mir war das Fotografenglück hold mit ein paar außergewöhnlichen Bildern, hier zu sehen.
Zurück in Kremmen hatte ich am Rhin dann das Gefühl des glücklichen Tages. Jahrelang hörte ich im Schilf an unseren Flüssen und Seen das markante ratschende Geschrei eines nur Handgroßen Krakehlers, dem Drosselrohrsänger. Und hier nun zog er seine Show genau mir gegenüber am anderen Flussufer ab. Mit meiner 500er Brennweite an der Nikon D750 gelangen mir sehr schöne Bilder, hier mehr davon. Dazu ein paar Insekten im Abendlicht.
An anderer Stelle in Kremmen auch noch Bilder von der besten Sicht auf die hübsche Ackerbürgerstadt. Am Ortsausgang wartete ein Feld mit Heurollen dann förmlich auf mich, um im Sonnenuntergang den Tag zu verabschieden. Es war einfach ein herrlicher Frühlingstag mit Sommerflair, der einen sehr zufriedenen Fotografen mit nach Hause begleitete. Mit meinen Bildern möchte ich Sie, möchte ich Euch daran teilhaben lassen. An die Schönheit der Sicht auf die unspektakulären Dinge, das einzig Wahre 😉 .

5 Gedanken zu „LANDpartie ins Kremmener Land

  1. Wunderbare Bilder meiner Heimat. Wie gerne wäre ich noch einmal dort ,aber mit 87 Jahren geht es nicht mehr.

    • Das tut mir leid, denn es ist wirklich traumhaft schön hier, so natürlich alles noch. Und ich hoffe, das bleibt auch so. Nun ja, so haben Sie doch wenigstens über meine Bilder ein wenig Heimat im Haus.
      Ich wünsche alles Gute,
      viele Grüße Frank Liebke

  2. Sehr geehrter Herr Liebe,

    sehr schön geschrieben.
    Natürlich auch immer wieder sehr schöne Bilder.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jochen Habermann
    (FotoJohn)

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