Regionalmarkt 2014 auf dem Oranienburger SchlossgeländeIch bin ein großer Fan von regionalen Produkten und so war es nur folgerichtig, dass mich die Vorankündigungen zu einem Regionalmarkt in Oranienburg sehr interessierten. Der Freitag war nun vom Wetter her nicht das was man sich zum Bummeln, Schauen, Kosten und Einkaufen wünscht, der Samstag entschädigte dann aber für alles. Und man hatte nur die zwei Chancen denn genau diese zwei Tage waren dafür vorgesehen.

Der Blick zum Schlossplatz, von der Havelbrücke kommend, war nun wie schon öfter bei solchen Veranstaltungen, weniger einladend. Rückfronten der großen Bühne und einiger Stände sind da nicht so schön. Wenn man aber diese Hürde genommen hat und die Neugier blieb, wurde man mehr als belohnt! Gleich vorweg, es war ein wunderschöner Markttag bei bestem Wetter. Und die Veranstalter hatten zusammen mit den Standbetreibern alle Register ihres Könnens gezogen, um den Besuch zu einem Erlebnis werden zu lassen. Für mich als beobachtenden und begeisterten Fotografen gab es natürlich wieder die üblichen „Ansprachen“ einiger „Protagonisten“: Zum Beispiel eine Frau an einem Spinnrad, ein vortreffliches Motiv in dem ganzen Gewimmel, nachdem ich meine Bilder schon im Kasten hatte: „Sie haben mich ja gar nicht gefragt!“ Nun ja, das muss ich eigentlich nicht, es ist eine öffentliche Veranstaltung, auf der natürlich auch fotografiert wird, sogar die Zeitungen berichten darüber. Ich habe das Bild dann enfach weggelassen. An einem anderen Stand dann schon um einiges unangenehmer: Da wurden Tüten mit Nudelprodukte gefüllt und mit irgendwelchen Woll-Stoffresten zu irgendwelchen „Kuscheltieren“ umgesetzt. Kurios das Ganze, ich hob meine Kamera und in genau diesem Moment, synchron mit dem Klack der Kamera wurde ich aus dem Standhintergrund mit einem „Ich will das nicht!!!“ angeschrien. Wow, da legt sich ja wer für seine „Kunstwerke“ voll ins Zeug! Vielleicht war sie ja nur frustig, weil niemand diese Kunstwerke gebührend beachtete oder sogar kaufte. Nun ja, der Ton macht die Musik und ein nettes „Bitte keine Fotos“, und ich hätte mich dezent zurückgezogen. Aber das ist in dieser Gegend leider nicht so häufig, da wird mal schnell der Knipser angepatzt. Na ja, kaufen würde ich das Zeug auch nicht, aber ein Bild hätte mit einer netten Unterschrift auch eine gute Werbung sein können, so bleibt nur der schale Geschmack eines unangenehmen Erlebnisses.

Aber das war zum Glück nur eine gaaanz kleine Ausnahme, ich hatte viele sehr gute, angenehme Gespräche und einen schönen Nachmittag mit der Gewissheit, dass es immer noch eine ganze Menge Leute (Tendenz steigend!) gibt, die den Konzernen trotzen und wirklich echten gesunden Genuss produzieren. Und das gilt es zu unterstützen. Und nun lasse ich einfach nur noch meine Bilder sprechen…

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